Offene Türen einrennen…

„Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem man nicht vertrieben werden kann“- Jean Paul

Nun hat es also begonnen, das Unausweichliche, das Unumkehrbare. Mancher hätte vielleicht diesen Zeitpunkt schon vor ein paar Wochen gesetzt- jetzt aber ist es unübersehbar. Das Paradies ist „geschlossen“.

Ein Bauzaun deutet an, dass hier gearbeitet wird- und er bedeutet auch ganz ernstlich und profan, dass wir gebeten werden, die Baustelle nicht einfach zu betreten oder uns in besonders unaufschiebbaren Fällen anzumelden.

Er bedeutet auch, dass nun schlussendlich unwiderbringlich fremde Menschen ihr zerstörersiches Werk begonnen haben. Das mag für Jüngere etwas lästig sein- Ältere natürlich, die hier schon viel erlebt oder gar daran mitgebaut haben, erfüllt es zurecht etwas mit Wehmut. Jedoch soll man sein Herz ja nicht an Dinge hängen. Schnüff.

Also gilt es ab jetzt… die neue Tür zur Krafthalle ist gesetzt. Wir schauen noch, wie wir das mit der Schlüsselordnung machen. Dies ist für die nächste Zeit der neue Eingang, fließend Wasser gibt es drinnen ebenfalls.

„Der Veränderung die Tür schließen hieße, das Leben selber aussperren“ – Walt Whitman

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Ansichtskarte aus Lala- Land

Ich habe mich immer darüber gewundert, dass alle am Leben geblieben sind. (Fjodor M. Dostojewski)

Das Zitat stammt nicht aus Fjodors Werken „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ und auch nicht aus „Aufzeichnungen aus einem toten Hause“, die sich angeboten hätten. Aber „Dämonen“ passt irgendwie auch gleich mehrfach.

Wer sich dieser Tage einem kreischenden Geräusch folgend in die (vielen Menschen unbekannten) Eingeweide des Bootshauses traut, denkt ängstlich an ein schlackespuckendes Mahlwerk, in dem riesenhafte, mit Muskeln bepackte „Zweiaugen“ neue Zahnräder für die große Weltuhr schmieden. Aber nein: es ist „Lala- Land“. Dort sind die Herren Latz und Lamberti fleißig dabei, Kupferrohre zu zerschneiden und transportgerecht zu lagern sowie Stahlschrott etc. herauszulösen. Wie die Elfen schweben sie dabei im gleißenden Sonnenlicht umher- ihre Füßlein wirbeln kaum den Staub auf, der sich über Jahrtausende in dieser Ödnis gesammelt hat- bester Laune, etwas kaputtmachen zu dürfen. So schneiden sie hier, trennen dort, biegen um, werfen weg, trinken Stubbi- alles mit einer Behändigkeit, die Ihresgleichen sucht und auf eine jahrzehntelange Zerstörerhistorie schließen lässt.

Es kommt der Tag, da will die Säge sägen.

Dabei fällt zum einen Stahlschrott an, zum anderen eben auch Kupferrohr, das bekanntlich dringend benötigt und zugunsten des Vereins gewinnbringend veräußert wird.

Zudem eröffnen sich selbst dem architektonisch nur laienhaft Veranlagten immer wieder Geheimnisse der Baugeschichte des Bootshauses, die offensichtlich auch von Ideen verschiedener Epochen und Generationen geprägt war. Währen die erste Bootshalle am Durchgang zu den heutigen Umkleiden endete, kam endlich nach dem Anbau der zweiten Halle an deren Kopfende eine Damenumkleide hinzu- vorher hatte, oft kolportiert, nie bewiesen- der Werkraum als gemeinsame (gleichzeitige?) Umkleide und Dusche fungiert. Damit nicht genug, ist die Bimssteinmauer am Kopfende des Heizungsraums ein zugemauertes Garagentor. Eine Garage also- mit einem Durchgang nach wohin? Richtig- in die Damenumkleide. Dort lagerte zuletzt Sperrmüll aus 7 Jahrzehnten mehr oder weniger erfolglosem Kneipenbetrieb.

In der nächsten Woche dann soll abschnittsweise der Abbruch beginnen. Die Besprechungen mit dem sehr agilen Unternehmer sollen ein Highlight sein, jedoch jeder und jedem, die bzw. der irgendwie auf Regeltreue und Nachweispflicht pocht, feuchte Handflächen verschaffen, insbesondere den beiden betrauten Ingenieurinnen. Denn einfach Abbrechen ist nicht: es müssen schädliche Putze etc. natürlich gesondert herausgelöst und irgendwo verklapp… äh entsorgt werden. Erst wenn der Nachweis darüber erfolgt ist, kann es weitergehen.

Bis dahin ist den Lalas Dank zu sagen, für ihren uneitlen, selbstlosen Einsatz. Hoffen wir, dass alle Finger der Innenhand dranbleiben, das Boot muss ja stehen. Ziehen tun eh die Anderen.

„Es kommt im ganzen Leben nur darauf an, sich selbst an zweite Stelle zu setzen“. (Iwan Turgenjew)

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Abrissparty durchschlagender Erfolg

Am Samstag den 11.06. fand sie nun statt- die Abrissparty, die noch einmal viele zusammenbrachte, die dem Bootshaus Adieu sagen wollten- und jenen, die an der Zukunft in irgendeiner Form beteiligt sind.

Es war mal wieder spät, als die letzten gejagten Seelen sich vom Boothaus aufmachten. Nicht so spät bzw. früh vielleicht wie ehedem, bevor uns das Haar versilberte- aber doch so, dass man von einer zünftigen Feier sprechen konnte. Zudem zogen manche noch weiter auf’s Altstadtfest. Allein: die Frage ist, ob sie dort noch etwas gehört haben, nachdem die Mörtal Mice ihnen so richtig das Trommelfell massiert hatten mit ihrem selbsteingestellten Sound und der grandiosen Akkustik einer röhrenartigen, stahlbewehrten Bootshalle.

Etwa 20 Stücke der etwas rockigeren Gangart hatte die Truppe drauf, samt heiserem Sänger, gerissener Saiten und fehlender zweiter Gitarre. Kein Feuerwerk für den Recall von DSDS, aber mit entsprechender Verve zum Vortrag gebracht. Marte bedankte sich tatsächlich beim Abschied für „das Ständchen“ und ließ irritierte Gesichter zurück. Zum punkigen Abschluss kam Mona endlich die rettende Idee: ein Vorschlaghammer. Immerhin war ja Abriss angesagt.

Unser gutes Bootshaus erwies sich- wie sollte es anders sein- als zäh. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie, denn zum sind wir stolz darüber, dass es so ist, wie es ist- zum anderen wollen wir es ja abreißen, wobei Zähigkeit ein so ganz und gar unbrauchbares Attribut ist. Aber so kann man es in Erinnerung behalten: über Jahrzehnte gewachsen und abgehärtet durch Generationen wilder Treverer. Wenn wir wüssten, was diese Wände alles gesehen haben…

Hoffen wir, dass es sich nicht noch wehrt beim Abriss, so dass wir bei soviel Kampfgeist gerührt unsere Pläne einstellen müssten.

Es war also gleich in mehracher Hinsicht „Hard Rock“- auch Ruderfreunde aus anderen Vereinen nehmen diese Geschichten als „echte Treviris- Geschichten“ wahr.

Nun klafft also ein Loch in der vorderen Böckewand. Auch das eine typische Treverer- Idee: ein sternförmiges Loch. Ohne Rücksicht auf das dahinter stehende Motorboot und den Wäscheständer oder den Arbeitsschutz hineingeschlagen von starken Frauen und schönen Männern.

So steht das Haus nun da. Leer.

Schon traurig, irgendwie.

Bilder: Christian Sirsch/ Philipp Münchmeyer

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Gespenstische Leere in der Bootshalle

Nachdem viele fleißige Helfer unermüdlich am Werk waren, um das Haus zu räumen, stellen sich die beiden Bootshallen inszwischen gespenstisch dar.

Bevor am Samstag die Abriss-Party steigt und wir uns vom alten Haus gebührend verabschieden, ist jedoch noch eine wichtige Aufgabe zu erledigen: Für den Campingplatz und unsere Baustelle muss an der Straße ein Provisorium für Strom und Wasser mit den entsprechenden Zählern eingerichtet werden. Da leider kein passendes Bau-Unternehmen für diese Aufgabe gefunden werden konnte, wird Seb baggern, was das Zeug hält. Jede Hand ist auch hier eine Hilfe!

Fotos: Christian Sirsch (RVT)

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And all the pictures on the wall…

…serve only to remind you of it all (Paul Weller)

Aktuell wird unser liebes altes Bootshaus immer wieder heimgesucht. Heimgesucht von Scharen tüchtiger Menschen, die ausbauen, zusammentragen, verladen, wegfahren- mithin: leerräumen. Erstaunlich, was sich so alles ansammelt, wenn mehrere Generationen mehr oder weniger ihr Leben so gerne in diesem Haus verbracht haben. Noch sieht es gar nicht so leer aus, wenn man durch die Hallen geht, aber es wird von Mal zu Mal mehr.

Die Studenten haben fleißig mitgeholfen, Zelte aufzubauen; die Montagsgruppe hat jüngst das Innenleben der Zelte augestattet. Weitere Einsätze folgen und die Stimmung ist gut. Bis am 11. Juni zur Abrissparty dann die ersten legalen Hammerschläge möglich sein werden.

Gehört noch nicht zum alten Eisen…
Empty rooms…
Es gibt tatsächlich noch ästhetischen Anblick im alten Bootshaus…

In a funny kind of way,

this empty room was full one day.

Full of love that we once shared,

now it all looks so bare…

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Wohin mit den Booten während der Bauphase?

Wer in diesen Tagen am Bootshaus vorbeikommt, stellt fest, dass die Räumung vor dem Abriss in die heiße Phase kommt: 56 Boote vom Kinder-Einer bis zum 18m langen Achter müssen ausgelagert werden. Die Liste der Anforderungen, die Bootswart Alexandre und seine Helfer bedenken müssen, ist lang und komplex, denn schließlich soll der Ruderbetrieb auf dem Wasser auch während der Bauphase an unserem Standort unvermindert weitergehen. Außerdem muss mit dem zur Verfügung stehenden knappen Raum möglichst sparsam umgegangen werden, da auch Baumaterialien und Maschinen einen hohen Platzbedarf haben werden.

Sorgfältige Planung

Die Boote der Leistungssportlerinnen und -sportler sind schon vor einigen Wochen auf den Oberstau nach Monaise gebracht worden, wo die Stadt Trier uns in unmittelbarer Nachbarschaft des Yachthafens eine Wiese zur Verfügung gestellt hat. Hier soll in Kürze ein Zelt aufgebaut werden, sobald die Sportlerinnen und Sportler nach ihren zahlreichen Regatten wieder dauerhafter in Trier sind. Unsere Asse werden bis auf weiteres dann überwiegend auf dem Oberstau trainieren. Wir werden sie aber trotzdem regelmäßig sehen, da der Kraftraum mit den Ergometern und Gewichten weiterhin genutzt werden kann.

Sehr selten genutzte Boote werden in einem von der Firma Reifen Simon angemieteten Lager aufbewahrt.

Erste Lagerprobe

Diejenigen Boote, die von Kindern, Breitensportlerinnen und -sportlern, sowie Studierenden am häufigsten genutzt werden, also die Gig-Vierer, die Zweier, Trainings-Einer und der Achter ‚Wolfmeyer‘ werden in Zelten untergebracht, die neben dem weißen Haus und auf dem Platz des ehemaligen Treviris-Grills in den letzten Tagen aufgebaut worden sind. Die Kleinboote liegen dort auf Bootswagen, für die Großboote wurden provisorische Lager selbst gebaut. Die Zelte, denen teilweise noch die Seitenplanen fehlen, müssen sicher verankert werden, damit sie auch Gewitterböen und Herbststürmen standhalten. Schließlich müssen die Boote mindestens bis weit ins kommende Jahr hinein im Ausweichquartier bleiben. Bootshauswart Thomas versichert, dass die Boote aber als erstes in das neue Bootshaus einziehen werden, sobald der Rohbau hinreichend fertiggestellt sein wird. Es bleibt zu hoffen, dass wir bis dahin von Moselhochwasser verschont bleiben, das uns zu erneutem Räumen zwingt.

Bereits heute ist klar, dass die Verhältnisse im Ausweichlager am Bootshaus sehr beengt sein werden und von uns allen erhöhte Vorsicht beim Entnehmen und Zurücklegen der Boote verlangen werden. Die erste Einlagerungsprobe mit 2 Vierern zeigte, das wir unsere Gewohnheiten an die veränderten Bedingungen anpassen müssen. Manches liebgewonnene, aber eher selten genutzte Boot, z.B. der Gig-Dreier ‚Mosel‘, wird vorläufig abgeriggert oder in schwieriger Höhe gelagert. Auch hier ist unser aller Verständnis gefragt und ggf. auch die Bereitschaft, etwas mehr Zeit in die Bootsvorbereitung vor einer Ausfahrt zu investieren.

Die zweifelnde Rückfrage, ob das denn auch alles funktionieren wird, beantwortet Alexandre mit einem feinen Lächeln „Wir werden sehen …“. Wenn alle an einem Strang ziehen, dürfen wir zuversichtlich sein, dass unsere Experten für die allermeisten Probleme, die noch auftreten mögen, eine Lösung finden.

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Der erste Neubau als Neuanfang

Im 2. Weltkrieg wurde das alte Bootshaus an der Luxemburgerstr. 63 komplett zerstört. Also: eigentlich gar nicht komplett. Aber nach dem Gutachten der Stadt aus dem Jahre 1946 waren weniger die Außenmauern oder das Dach, leider aber der Innenausbau zu mehr als 60% zerstört, dies summierte sich mit den anderen Schäden auf bis zu 85%. Die Zerstörung des Innenausbaus hatten bis auf Eins auch alle Boote der Treviris nicht überlebt.

Nun spielte uns das Glück in die Hände, dass die Boote für den Neuanfang zunächst mal bei anderen Vereinen geliehen und in einer Baracke im Nordbad untergebracht werden konnten. Das war bereits das zweite Mal, dass darüber nachgedacht wurde, den RVT „dort unten“ anzusiedeln. Jedoch konnte der Vorstand den Schuppen der Paddlergilde der Reichsbahn am heutigen Fleck zuerst pachten und dann kaufen, bevor mit dem Ausbau begonnen werden konnte.

Und weil das in Deutschland seit jeher so gut funktioniert, mussten 385 Schreiben zwischen verein und verwaltung ausgetauscht werden, um bau, feuer- und deichpolizeiliche etc. zu bekommen. Auch der Bau der Staustufe wurde bereits bedacht.

Dann jedoch ging es mit aller Entschlossenheit, wenn auch beizeiten unkonventionell zu Werke…

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Neue Fördermöglichkeiten

Es traf uns wie ein Schlag: alles fertig, alle Papiere zusammen und dann, völlig aus dem Nichts, die Info, dass die KfW kein Geld mehr hat. Emsig war der Vorstand, insbesondere Matthias und Daniel, um die Finanzierungslücke zu schließen.

Dann gab es endlich den ersehnten Nachschlag, eine Milliarde €, für Häuser genau wie Unseres. Antrag gestellt- heute Topf schon wieder leer. Aber wir sind in der Verlosung, so dass der Rückbau hoffentlich bald beginnen kann.

Als kleines Schmankerl hier ein Grundriss des Erdgeschosses von 1953, man beachte das Ruderbecken.

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Innenminister Lewentz zu Besuch am Bootshaus

Schön warm war es die ganzen Tage- just gestern Abend wurde es zugig. Jedoch waren die Worte aller Anwesenden so herzlich, dass es einem gleich wieder warm um’s Herz wurde. Das lag auch am „Geschenk“, das der Minister mitbrachte.

Der Präsident des Landessportbund RLP, Wolfgang Bärnwick, überreichte die Urkunde mit der Ernennung zum Landesstützpunkt. Dies nahmen auch der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Bürgermeisterin Elvira Garbes sowie etwa 40 Mitglieder des Vereins, vor allem aber Innenminister (und damit für den Sport zuständig) Roger Lewentz zum Anlass, sich der Kälte zu stellen.

Nach einigen kurzen Begrüßungsworten durch den Vorsitzenden Matthias Woitok, in denen er auch auf die Dauer des Neubauprozesses hinwies und wie lange man die Idee(n) eigentlich schon gemeinsam verfolge, war die Reihe an den Gästen:

OB Leibe dankte dem Verein, den Mitgliedern und dem Vorstand für die Jahre- ein Jahrhundert- lange Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Er dankte stellvertretend auch Matthias Woitok für das Bohren dutzender dicker Bretter vor Allem in dieser Sache.

Innenminister Lewentz erinnerte sich gut an das erste Treffen in der causa im Jahr 2012- also 10 Jahre bereits- und stellte insbesondere heraus, dass er die Kooperation mit den Schulen als einen elementaren und fördernswerten Baustein ansehe und zudem erst vor wenigen Tagen bei der LSB- Gala in Ingelheim Richard Schmidts Silbermedaille aus Peking in der Hand hielt, während dieser ihn auf die Dringlichkeit der Lösung eines Problems hinwies, das trotz einer mittlerweile siebenstelligen Fördersumme durch Land und Stadt besteht.

Während alles Technische weitgehend fertig geplant war und die Verantwortlichen eben dabei waren, das „Paket“ an Zusagen und Absichtserklärungen zu schnüren, um Fördergelder zu beantragen, platzte Mitten hinein die Nachricht, dass die Fördertöpfe der KfW leer seien- ein stinkendes Abschiedsgeschenk (um nicht drastischer zu werden), das die alte Bundesregierung der Jetzigen offensichtlich noch kurz vor Abtritt ins Nest gelegt hat.

Diese Förderanträge sind nicht immer fertige Papiere, sondern oftmals eine Zusammensetzung aus „Wenn- Dann- Konstellationen“. Förderung gibt es, wenn Bedingung xy erfüllt ist. Bedingung xy wird aber nur erfüllt, wenn es eine Förderzusage gibt. Um es überspitzt zu sagen: es ist ein bisschen wie bei Asterix und Obelix in der Armee. Oder kürzer: es ist ein bisschen wie das Warten darauf, dass alle Planeten in einer Reihe zur Sonne stehen.

Daher war die Nachricht, dass es derzeit keine KfW- Fördermittel gibt, schlimm- und es wurde auch nicht besser durch die Ankündigung eines „Nachschlags“, dessen Höhe jetzt bereits drei Mal angekündigt, aber bisher nicht kommuniziert wurde. Dieser Nachschlag sollte aber- wenn überhaupt- zunächst mal für die Förderungen gelten, die bis zum Tag x im Januar dieses Jahres beantragt waren- auch die „alten“ Anträge auf niedrigere Effizienzklassen. Hätte man das gewusst, hätte man vielleicht schnell noch beantragt… auch ohne fertige Unterlagen- und dann im Nachgang mehr Arbeit gehabt. Allein: es konnte niemand wissen. Zudem war der Termin, bis zu dem Anträge gefördert werden, recht willkürlich gesetzt. Unser Vorteil ist aber: das ganze Projekt ist auf den Effizienzstandard „KfW 40 Plus“ geplant. Das ist die nächsthöhere Effizienzstufe, samt Solaranlage auf dem großen Dach. Diese ist in jedem Fall förderbar und politisch erwünscht: wenn Geld da ist.

Trotz dringender Briefe an und hinhaltender Aussagen von der KfW fehlen im Budget für das Projekt derzeit somit mehr als eine Million €, die zumindest bis zur Neuauflage der Fördermittel zwischenfinanziert werden müssen: allein die Förderung für den Neubau der 10 Wohneinheiten hätte bei 750tsd € gelegen. Zudem sind weitere Kreditzusagen von Banken ebenfalls an das Vorhandensein eines gewissen Kapitals gekoppelt. Nun wird aktuell jeder Stein umgedreht, um diese Finanzierungslücke zumindest zu überbrücken, wenn nicht gar zu schließen.

Daher war auch Minister Lewentz daran gelegen, Mut zu machen, obwohl auf den letzten 100 Metern dieses zehnjährigen Marathons jetzt solche Steine im Weg liegen. Allein dafür gebührt ihm unser aufrichtiger Dank.


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Happy Places- heute und morgen?

Jede und jeder hat so seine eigenen Verbindungen mit dem Bootshaus. Abgesehen mal vom Wasser: ich z.B. wechsle die Spur, wenn ich auf dem anderen Ufer an der Ampel halten muss und versuche, einen Blick auf „meine Treviris“ abzubekommen. Ich mag das Geräusch fallender Langhanteln beim Bankziehen. O.k., nicht dauernd, aber es ist schön zu hören, dass jemand im Kraftraum ist…wenn ich die 100 Kilo nachher nicht selber erst auf die S/Z- Stange machen muss, für die Bizeps- Curls. Denn: „ohne Oberarm – bist du oberarm“. Da geht direkt der Lauchmelder an.

So stelle ich mir auch das neue Bootshaus vor. Ein Raum mit Vitrinen, wo man etwas zur Geschichte sehen kann. Der Gesellschaftsraum, wo man immer nette Menschen trifft. Umkleiden, in denen sinnloser Blödsinn gequatscht wird.

Protokoll JHV in den 70ern/ RVT Juli ’69 [Quelle: RVT Archiv]

O.k., die Musik war wirklich mies. Aber was ist Euer happy Place im alten Bootshaus? Was stellt ihr euch am neuen Haus besonders schön vor? An alle Gäste: was findet ihr an Euren Häusern besonders schön?

Lasst es uns wissen- wir freuen uns auf Eure Ideen!

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