Staubland

Staub und Schatten sind wir – Horaz

Derzeit schreiten die Dinge schnell voran am Bootshaus. Die Baustelle wurde eröffnet, uns der Zutritt verwehrt und die Durchgangstür zur Krafthalle abgedichtet – zudem alle Tore verriegelt und verrammelt. Ausgeschlossen im eigenen Hause.

Dabei ist das Innere derzeit sowieso kein heimeliger Ort mehr, denn es werden die Putze abgetragen, die zum guten Teil noch asbesthaltig waren. Daher werden bei Arbeiten die Hallen abgedichtet und eine Absaugung eingeschaltet. Nur der Sänger der Vereinsband hat bei der Abrissparty samt Wandloch kräftig in den Staub hineingeröhrt. Es braucht seine Zeit, bis der Putz von den Wänden beziehungsweise der Schmäh auf den Stimmbändern wieder drauf ist.

Giftiger Staub schwebt umher

Auch außen gibt es sichtbare Veränderungen, bei denen der große Manitou den Arm im Spiel hat. Unter Sicherung wurden die Laubendächer der Dachterasse abgetragen- diese sind erst in den 90ern montiert worden und wurden seitens der Kneipe nie wirklich genutzt. Trotzdem ist es ein komisches Bild, weil sie – obwohl nicht besonders schmuck – dem Bootshaus eine eigene Prägung gaben.

Kahle Dächer

Wie gefräßige Geister fressen sich also die Maschinen derzeit durch die Innereien- die Menge an herausgeschlagenen Kacheln etc. lässt den Zustand im Obergeschoss nur erahnen- allerdings war hier zuvor ebenfalls das Dach in en Gastrotoiletten undicht etc. – insgesamt also ein Grund für Nostalgie aber nicht für Trauer.

„Er lachte und sagte mir, er glaube nicht an den Himmel oder an die Hölle, nur an Staub über Staub“- Truman Capote

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